Praxisorganisation

Bis zum Jahresende ist noch viel los. Das Jahresende ist immer eine sehr turbulente Zeit. Neben dem Praxisalltag gilt es bereits schon an das nächste Jahr zu denken und die Aufgaben und Ziele für das laufende Jahr abzuschließen. Also, viel zu tun. Damit nicht alle Arbeiten an wenigen Mitarbeitern im Team hängen bleiben, ist eine gute Planung unerlässlich. 

Welche Tätigkeiten und Aufgaben sind noch offen aus Abrechnung, Organisation, Projekten und Praxiszielvereinbarungen? Bis wann sind diese zu erledigen und wer hat die Kompetenz diese umzusetzen? 

Die Umsetzung dieser Arbeiten macht einen beträchtlichen Erfolg der Praxis aus und ist wichtiger Bestandteil der Dienstplanung um Stress und Überstunden zu vermeiden. Schlechte Organisation stiftet großen Schaden. Die Praxis kann über- oder unterorganisiert sein. Beides ist nicht optimal. Unterorganisation führt zu Chaos und Überorganisation zur Erstarrung und Bürokratie. Die gute Organisation stellt Rahmenvorschriften auf. Sie schafft „Spielregeln“ und regelt die Zusammenarbeit im Interesse aller und ermöglicht „Freiheit in der Ordnung“.

Eine gute Dienstplanung steuert die Mitarbeiter über Praxiszeiten, Einsatz und Tätigkeiten über jede Minute, die die Praxis geöffnet ist ohne die Interessen der Praxis, der Patienten und der Mitarbeiter zu vernachlässigen. 

Durch eine gute Ablauforganisation und das Einhalten der organisatorischen Grundregeln werden unzählige Ursachen von Missverständnissen, persönlichen Reibungen, usw. aus der Welt geschafft. 

Im Vergleich zur Aufbauorganisation, in der grundsätzliche Zuständigkeit von Bereichen, Abteilungen und Einzelpersonen sowie die Hierarchie geregelt ist, werden bei der Ablauforganisation Abläufe, wie z.B. die Vorgehensweise bei bestimmten Wunschleistungen beschrieben. Die Ablauforganisation ist mit einem Kochrezept zu vergleichen. Das Kochrezept beschreibt den Ablauf, sowie die Zutaten und die Kochwerkzeuge beim Kochen der Speisen. Die vorgegebenen Abläufe müssen eingehalten werden, um das gewünschte Ergebnis (köstliche Speise) zu erreichen. Neue Mitarbeiter und Vertretungen können sich anhand dieses definierten Ablaufes schneller zurechtfinden. Tätigkeiten und Verantwortung sind eindeutig geregelt. Die anstehenden Aufgaben werden klassisch auf verschiedene Stellen verteilt. Diese Stellen sind die kleinsten organisatorischen Einheiten. Jede Stelle wird mit einem Mitarbeiter besetzt und orientiert sich an Fähigkeiten und Qualifikationen. Im Praxis-Organigramm wird die Struktur dargestellt und die Beziehungen geregelt. Weisungsbefugnisse werden hier deutlich und bilden das Fundament der Praxis. 

Das Ergebnis einer guten Praxisorganisation und Dienstplanung sind zufriedene Mitarbeiter und Patienten, die sich medizinisch und menschlich gut aufgehoben fühlen. Menschen arbeiten für Menschen. Die Mitarbeiter stärken die gesamte Praxis und übernehmen die notwendige Arbeitsteilung. Überprüfen und optimieren Sie regelmäßig Ihre Abläufe für mehr Harmonie und Freude in der Praxis.

Ein gutes Miteinander wünscht Ihnen

Ihre Michaela Lückenotto

Tragen Sie sich in meinem Blog für regelmäßige Impulse ein.

Wählen Sie individuelle Coachings, Trainings und Seminare (Führung und Vertrieb) für bessere Wirkung in allen Lebensbereichen.